Stefanie De Vos Kunst / Original artworks

Original artworks from the Belgian contemporary artist Stefanie De Vos (Stefanie Devos)

Stefanie De Vos Malereien auf Leinwand (Visualisierung einer möglichen Präsentation Krinzinger/smartist/De Vos).
Stefanie De Vos Malereien auf Leinwand (Visualisierung einer möglichen Präsentation Krinzinger/smartist/De Vos).
Stefanie De Vos Kunst artist Stephanie Defoss

Stefanie De Vos - Untitled (Kunst / Artwork) 2019.

 

Zart - kraftvoll. Eine bewusste und dennoch leicht wirkende Komposition. De Vos beherrscht es perfekt ein Blatt gut zu füllen. Farbigkeit ist ja immer schwierig, besonders wenn es wirklich viele sind wie hier. Daher darf man sich über die sehr gute Qualität der verwendeten Mittel freuen, die zudem noch so gelungen in Bezug zueinander "gesetzt" wurden. Die angenehme Größe des Blattes erlaubt es Ihnen, es als ein Werk mit anderen zu kombinieren, oder es als Solitär in einem größeren Rahmen (freischwebend mit Passepartout)  zu hängen.

 

EN: Delicate - powerful. A conscious yet light-looking composition. De Vos knows how to fill a sheet well. The use of color is always difficult, especially when there are really many like here. Therefore, one is pleased about the very good quality of the colorants used, which were also "set" so successfully in relation to one another. The pleasant size of the sheet allows you to combine it as one work with others, on the other hand you can make it an eye-catcher as a solitaire in a larger frame (free-floating with passe-partout).

 

Sefanie de Vos, artwork. Untitled, 2019. Wasserfarben, Bleistift, Papier Collage, Tinte (gouache, pencil, paper collage and ink on hand-made paper) 76 x 56 cm.

original signed backside / original signiert Rückseite. INv. Nr. DEV/P17

Verbindliche Reservierung durch Ratenzahlzung möglich, bitte kontaktieren Sie uns. Viele Sammler machen das so. Payment in rates is possible, as many collectors wish. Please contact us.

Paperwork / Grafik Stefanie de Vos - Untitled 2019.

1.700,00 €

  • 2 kg
  • 1 Stk. verfügbar / only 1 available
  • Wir versenden 2x pro Woche / We ship twice a week. Selbstabholung nach Termin möglich. Info: shop@galerie-krinzinger.at oder 0043 (0)660 57387361

Stefanie De Vos - Untitled (Kunst / Artwork) 2019.

 

Zart - kraftvoll. Eine bewusste und dennoch leicht wirkende Komposition. De Vos beherrscht es perfekt ein Blatt gut zu füllen. Farbigkeit ist ja immer schwierig, besonders wenn es wirklich viele sind wie hier. Daher darf man sich über die sehr gute Qualität der verwendeten Mittel freuen, die zudem noch so gelungen in Bezug zueinander "gesetzt" wurden. Die angenehme Größe des Blattes erlaubt es Ihnen, es als ein Werk mit anderen zu kombinieren, oder es als Solitär in einem größeren Rahmen (freischwebend mit Passepartout)  zu hängen.

 

EN: Delicate - powerful. A conscious yet light-looking composition. De Vos knows how to fill a sheet well. The use of color is always difficult, especially when there are really many like here. Therefore, one is pleased about the very good quality of the colorants used, which were also "set" so successfully in relation to one another. The pleasant size of the sheet allows you to combine it as one work with others, on the other hand you can make it an eye-catcher as a solitaire in a larger frame (free-floating with passe-partout).

 

Sefanie de Vos, artwork. Untitled, 2019. Wasserfarben, Bleistift, Papier Collage, Tinte (gouache, pencil, paper collage and ink on hand-made paper) 76 x 56 cm.

original signed backside / original signiert Rückseite.

Verbindliche Reservierung durch Ratenzahlzung möglich, bitte kontaktieren Sie uns. Viele Sammler machen das so. Payment in rates is possible, as many collectors wish. Please contact us.

Paperwork / Grafik Stefanie de Vos - Untitled 2019.

1.700,00 €

  • 2 kg
  • (derzeit) nicht verfügbar / (currently) out of stock

Stefanie De Vos - Untitled (Kunst / Artwork) 2019.

 

Zart - kraftvoll. Eine bewusste und dennoch leicht wirkende Komposition. De Vos beherrscht es perfekt ein Blatt gut zu füllen. Farbigkeit ist ja immer schwierig, besonders wenn es wirklich viele sind wie hier. Daher darf man sich über die sehr gute Qualität der verwendeten Mittel freuen, die zudem noch so gelungen in Bezug zueinander "gesetzt" wurden. Die angenehme Größe des Blattes erlaubt es Ihnen, es als ein Werk mit anderen zu kombinieren, oder es als Solitär in einem größeren Rahmen (freischwebend mit Passepartout)  zu hängen.

 

Sefanie de Vos, artwork. Untitled, 2019. Wasserfarben, Bleistift, Papier Collage, Tinte (gouache, pencil, paper collage and ink on hand-made paper) 76 x 56 cm.

original signed backside / original signiert Rückseite. INv. Nr. DEV/P178

Verbindliche Reservierung durch Ratenzahlzung möglich, bitte kontaktieren Sie uns. Viele Sammler machen das so. Payment in rates is possible, as many collectors wish. Please contact us.

Paperwork / Grafik Stefanie de Vos - Untitled 2019.

1.700,00 €

  • 2 kg
  • 1 Stk. verfügbar / only 1 available
  • Wir versenden 2x pro Woche / We ship twice a week. Selbstabholung nach Termin möglich. Info: shop@galerie-krinzinger.at oder 0043 (0)660 57387361

Stefanie De Vos Kunst - Artwork by the Belgian artist Stefanie Devos. Gallery Krinzinger Vienna art shop

STEFANIE DE VOS *1984 in Zottegem, Belgien;

Die Künstlerin studierte Architektur an Sint-Lucas Gent und Bildende Kunst an der Academie voor Schone Kunsten Antwerpen und an der Akademie der bildenden Künste Wien. Lebt und arbeitet in Wien.

In ihren Gemälden und Zeichnungen verbindet Stefanie De Vos ihre Leidenschaft für Malerei, Architektur und Landschaft. Kommunizierende Farbflächen und grafische Elemente verbinden sich zu farbenfrohen expressiven Kompositionen in Arbeiten auf Leinwand, Papier, Acrylglas, als Objekte und Wandmalerein. Ihre Arbeitsweise ist intuitiv, ein Gefühl der Freiheit spiegelt sich in vibrierenden, rhythmischen Bildern. Eine Zusammenfassung von Elementen in kontrastierenden Maßstäben, Materialien und Farbtemperaturen führt zu kettenartigen Anordnungen mit unregelmäßigen Rhythmen und Akzenten. Die lebendigen Bilder sind wie Landschaften, in denen viele visuelle Spaziergänge mit unterschiedlichen Schwerpunkten, vielfältigen räumlichen Verbindungen, Unterbrechungen und variierenden Orientierungspunkten möglich sind.

Kunst als Geschenkidee - junge belgische Kunst von Stephanie Devoss (Stefanie De Vos)

Stefanie De Vos - Untitled (Kunst / artwork) 2018.

 

EN: Powerful and condensed work by the Belgian artist Stefanie De Vos. The artist immediately impressed the art audience who came to visit KRINZINGER's artist in residence in Hungary. The collage with the aesthetically arranged color fields and the photography create a captivating "image". Individual lines that seem untamed seem to be escaping from the pictorial space. Meanwhile, larger blocks appear calm and are reminiscent of strong architectural works of a city. Great thing!

 

Kraftvolles, poppiges und verdichtes Werk der belgischen Künstlerin Stefanie De Vos, die sofort beim Artist in Residence Aufenthalt von KRINZINGER in Ungarn das angereiste Kunst-Publikum zu begeistern wusste.  Die Collage mit den ästhetisch arrangierten Farbfeldern und der Fotografie erzeugen ein fesselndes "Bild". Einzelne wie ungebändigt wirkende Linienzüge scheinen aus der Bildraum zu entfliehen, derweil ruhige größere Blöcke an Architektur einer Stadt erinnern mögen. Super Sache!

 

Stefanie De Vos, Untitled, 2017. acrylic and paper collage on plexi / 37 x 27.5 x 7 cm original signed backside (Rückseite original signiert)

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Stefanie de Vos - Untitled (Kunst / artwork) 2018.

1.600,00 €

  • 2 kg
  • 1 Stk. verfügbar / only 1 available
  • Wir versenden 2x pro Woche / We ship twice a week. Selbstabholung nach Termin möglich. Info: shop@galerie-krinzinger.at oder 0043 (0)660 57387361
Stefanie De Vos Malerei auf Leinwand. Artwork by the Belgian Contemporary artist Stefanie De Vos
Stefanie De Vos Malerei auf Leinwand (Visualisierung einer möglichen Präsentation Krinzinger/smartist/De Vos).

Stefanie De Vos - o.T. (Original Kunst / artwork 2021).

 

Stefanie De Vos DEV/M 18

Untitled, 2021

Öl, Tinte und Pastell auf Leinwand, z.T. collagiert. Original signiert. Der Preis beinhaltet nicht die Lieferung. Bitte erfragen Sie diese davor. Die Malerei ist fertig zum Hängen, aber nicht zusätzlich gerahmt. Gerne empfehlen wir einen Rahmen-Macher. Gratis Zustellung innerhalb Wiens.

Oil, acrylic, collage, ink and pastel on canvas, original signed

180 x 160 cm. Price without shippping costs, unframed

Stefanie De Vos - o.T. (Original Kunst / oil painting artwork 2021).

6.100,00 €

  • 10 kg
  • 1 Stk. verfügbar / only 1 available
Stefanie De Vos Kunst Ausstellung / exhibition at KRINZINGER SCHOTTENFELD 2022.
Ausstellung / exhibition at KRINZINGER SCHOTTENFELD 2022.

Stefanie De Vos, o.T. / Wandobjekt (Original Kunst / artwork 2022).

 

Beim Aufenthalt in der artist in residence von KRINZINGER gestaltete die Belgierin Stefanie De Vos diese feine Arbeit. Ob an der Wand, oder auf einem Podest. Stefanie gestaltet oft Kunstwerke, die ihr dann gestückelt als Ausgangsmaterial für eine Collage, wie diese hier, dienen. Unweigerlich kommen Assoziation zu ihrem Studium der Architektur auf. Die Skulpturen / Objekte erfreuen sich bei Sammlern und Sammlerinnen großer Beliebtheit.

 

Stefanie De Vos DEV/S 47

Ohne Titel, 2022, linen, ceramic, stone, wood, plastic material, plastic and acrylic

55 x 23 x 7 cm, original signiert.

Stefanie De Vos, o.T. / Wandobjekt (Original Kunst / artwork 2022).

1.550,00 €

  • 1 kg
  • 1 Stk. verfügbar / only 1 available
  • Wir versenden 2x pro Woche / We ship twice a week. Selbstabholung nach Termin möglich. Info: shop@galerie-krinzinger.at oder 0043 (0)660 57387361
Papier-Arbeit der belgischen Künstlerin Stefanie De Vos
Papier-Arbeit der belgischen Künstlerin Stefanie De Vos an der Wand. (Visualisierung einer möglichen Präsentation Krinzinger/smartist/De Vos)

Stefanie De Vos - Untitled (Kunst / Artwork) 2018.

 

The image in the middle on the sheet of paper was deliberately placed so centrally by Stefanie De Vos. It strictly delimits the shimmering, raging and yet light play of colors. It's like looking through a window into the stormy landscape. But it could also be architectural features that the artist likes to use. The organic and the edgy don't seem to be able to agree on a winner of the interesting contest. Few artists succeed in this successful theme as grandly as the likeable Belgian, who is also at home in Vienna.

 

DE: Der bewusst mittige Bildausschnitt, den Stefanie De Vos wählte, grenzt streng das flirrende, tobende und trotzdem leicht wirkende Farbenspiel ab. Es ist als würde man durch ein Fenster in die stürmische Landschaft blicken, oder zeigen sich hier wieder Architekturmerkmale. Organisches und amorphes in einem, wenigen gelingt dies so grandios wie der sympathischen Belgierin, die auch in Wien zuhause ist.

 

Stefanie De Vos. Artwork / Kunstwerk: Untitled, 2018. Wasserfarbe, Bleistift, Papier Collage und Tinte. gouache, pencil, paper collage and ink on paper. 41 x 31 cm

original signiert Rückseite / original backside

Verbindliche Reservierung durch Ratenzahlzung möglich, bitte kontaktieren Sie uns. Viele Sammler machen das so. Payment in rates is possible, as many collectors wish. Please contact us.

Stefanie de Vos - Untitled (Kunst / Artwork) 2018.

900,00 €

  • 2 kg
  • 1 Stk. verfügbar / only 1 available
  • Wir versenden 2x pro Woche / We ship twice a week. Selbstabholung nach Termin möglich. Info: shop@galerie-krinzinger.at oder 0043 (0)660 57387361
Stephanie de Voss artwork online shop
Stefanie de Vos Ausstellung Kunst art by the Belgian artist Stephanie Devos
Stefanie De Vos Ausstellung (art exhibition) bei Krinzinger Projekte in Wien (rechte Bildseite) 2019.

STEFANIE DE VOS

1984 geboren / born in Zottegem, Belgien / Belgium, lebt und arbeitet in Wien / lives and works in Vienna

 

2011 - 2014 Magister der Künste / MA in Fine Arts, Akademie der bildenden Künste Wien, AT

2007 - 2010 Bachelor in Fine Arts, Academie voor Schone Kunsten, Antwerpen, BE

2002 - 2007 Master in Architecture, Sint-Lucas, Ghent, BE

 

 

AUSSTELLUNGEN Auswahl / EXHIBITIONS Selection

 

2021 SIX SOLO SHOWS - Krinzinger Projekte (AT)

Solo Präsentation auf der PARALLEL (AT)

2020 Romantic Activity, Casa Argentaurum Gent (BE) GROUPSHOW

Borrowed Spaces, Warp Sint-Niklaas (BE) GROUPSHOW

2019 Malerei in der Garage, Krinzinger Projekte Wien (AT) GROUPSHOW

A Vès, GalerijaGallery Ljubljana, GROUPSHOW

AIR, Krinzinger Projekte Wien (AT) GROUPSHOW

Festival International des jardins Chaumont-sûr-Loire (FR) cooperation with Bernhard Zingler, IN SITU

2018 Summer, Dance and Objects, with Yi-En Chen (choreographie/dance), WUK KEX Studio Vienna

On Space, Edel Extra Nürnberg (DE), GROUPSHOW

2017 Galerie M, Galerie Z in Hard by Bregenz (AT), GROUPSHOW

Lakeside stories, SO ART AIR, Alte Post Wien (AT)

2015 Multiple Voices, Sotheby's Artist Quarterly Vienna (AT), SOLOSHOW

Fugere, Galerie Tatjana Pieters, Ghent (BE), DUOSHOW with Kostas Szapizis

2014 Art-O-Rama, La Cartonnerie, Friche la Belle de Mai, Marseille (FR), DUOSHOW

with Rein Dufait

The Unwritten: Highlights in Emerging Painting, mo.ë; Vienna (AT), GROUPSHOW

Paper Works, Galerie Tatjana Pieters, Ghent (BE), GROUPSHOW

Alle meine Vögel, Flat 1, Vienna (AT), GROUPSHOW

Alibi Collectief, De Belgische Dweil, Roeselare (BE), GROUPSHOW

First Emerald, then Sapphire, then Black, Semperdepot, Vienna (AT),

 

 

GROUPSHOW

Interpunction #6, Galerie Tatjana Pieters, Ghent (BE), SOLOSHOW

Body Building, Friday Exit at mo. ë, Vienna (AT), GROUPSHOW

2013 Kunstakt, Fellner Wratzfelt kanzlei Wien, Vienna (AT), GROUPSHOW

C’est la vie, cur. Elena Miranova, Ural university Yekaterinburg (RU), GROUPSHOW

2012 EG Nord, Eine Malereiausstellung, Semperdepot Vienna (AT), GROUPSHOW

 

 

RESIDENZEN & PROJEKTE / RESIDENCIES & PROJECTS

 

2020 So Art Millstättersee, Artist in Residence (AT)

2018 Artist in Residence, Krinzinger Projekte, Petőmihályfa, Ungarn (HU)

Cité Internationale des Arts Paris, Flanders, State of the Art (FR)

WARP Portfolio Weekend, Eindhoven (NL)

2015 Caritas Magdas Hotel, In Situ Wallpainting, Vienna (AT)

2014 So Art Millstättersee, Artist in Residence (AT)

2013 Hotel Obir - Reception, Formal Hotel Obir Eisenkappel, Bad Eisenkappel (AT)

2011 Kooigemplein Kooigem (BE), Meesterproef Vlaams Bouwmeester, in cooperation with Leon Vranken

Stefanie De Vos Contemporary Belgian Art by the artist Stephanie Devos
Stefanie De Vos Ausstellung bei Krinzinger Projekte Wien - Frühjahr 2021.

Bettina M. Busse im Gespräch mit Stefanie De Vos

in der Ausstellung SIX SOLO SHOWS in den Krinzinger Projekten

 

Wien, 16.03.2021

 

Bettina M. Busse: Wir sind hier in den Krinzinger Projekten, in deiner Ausstellung im Rahmen der Serie SIX SOLO SHOWS, die zur Zeit im 7.Bezirk in Wien gezeigt wird. Ich freue mich sehr, dass wir heute gemeinsam über deine Arbeiten sprechen. Du hast ursprünglich Architektur studiert und dich dann der Malerei zugewandt. Was hat dich dazu bewegt von der dreidimensionalen Arbeit zur Malerei, einem ganz klassischen Medium zu wechseln?

 

Stefanie De Vos: Ich bin davon fasziniert Materialien auf unterschiedliche Arten zusammenzubringen. Das Assemblieren und das Auseinanderbringen, die verschiedenen Taktilitäten von Materialien und den Einsatz von Licht, finde ich spannend. In meinem Architekturstudium habe ich bereits eine große Faszination für Licht entwickelt. Es lässt sich demnach für mich kein klarer Moment festlegen, in dem ich die Entscheidung traf, mich der Malerei zu widmen. Während meinem Architekturstudium habe ich mit einem Künstler an einem Projekt, einer Platzgestaltung im öffentlichen Raum zusammengearbeitet. Dies geschah im Rahmen eines Programms von Vlaams Baumist, einer Institution, die sich in Flandern mit der Qualität von Architektur beschäftigt und versucht Verbindungen zwischen Künstlern und Architekten herzustellen. An diesem Projekt waren zehn Architekt:innen und zehn junge Künstler:innen beteiligt. Die verschiedenen Erfahrungen und die kritischen Gedanken der Teilnehmer:innen bedingten unterschiedliche Rollenverteilungen. Ich engagierte mich sehr für das Konzept des Künstlers, mit dem ich zusammengearbeitet habe und das hat sicher einen großen Einfluss auf meine Entscheidung mich der Malerei zuzuwenden gehabt. Ich habe dann Malerei in Antwerpen studiert. Es war eine große Befreiung für mich mir dafür intensiv Zeit zu nehmen. Im Architekturstudium und in der architektonischen Praxis beschäftigt man sich hauptsächlich mit der Materialität. Im Studium der Malerei überwiegt das Haptische und das handwerkliche Arbeiten.

 

Bettina M. Busse: Das bedeutet, dass es für dich nicht diesen einen Auslöser gab, sondern es war eine Entwicklung.

Stefanie De Vos: Ich war am Ende des Architekturstudiums noch sehr jung und hatte noch Lust zu studieren. Die Skulpturen beinhalten stets die Frage nach dem Maßstab und diese architektonische Denkweise habe ich behalten.

Bettina M. Busse: Deine Arbeiten lassen ein gewisses räumliches Denken erkennen. Du bringst Objekte mit deiner Malerei in Verbindung. Kannst du deinen Arbeitsprozess beschreiben? Die Zeichnung ist dir wichtig, aber du arbeitest auf sehr vielen unterschiedlichen Materialien, nicht nur auf Leinwänden und mit Ölfarbe, sondern auch mit Glas, Keramik und mit Papier.

 

Stefanie De Vos: Ja, mir ist das Haptische überaus wichtig und der Aspekt, dass man Objekte hat, welche man in der Hand halten kann. Die Verwendung von Keramik erinnert mich an das Halten eines Stiftes, mit dem ich schreibe. Die Bewegung aus dem ganzen Körper benötigt ein umfangreiches Format und kann sich innerhalb des Raumes multiplizieren, wie auf die Größe eines Gartens oder sogar einer Stadt.

 

Bettina M. Busse: Wir sitzen jetzt hier vor einer aktuellen Arbeit, sie ist aus dem Jahr 2020. Du hast erwähnt, dass dich die Richtungslosigkeit interessiert. Die Objekte in deiner Malerei bewegen sich richtungslos im Raum. Vielleicht kannst du das erläutern?

 

Stefanie De Vos: Die Richtungslosigkeit steht in Verbindung mit dem Arbeitsprozess, weil ich rotierend an den Bildern arbeite.

 

Bettina M. Busse: Stehen die Bilder währenddessen am Boden oder liegen sie?

 

Stefanie De Vos: Ja sie stehen auf dem Boden, oft aus Platzmangel. Ich drehe sie während dem Arbeiten ständig um 90 oder 180 Grad und erst wenn das Bild dann fertig ist gibt es manchmal eine dominante Richtung, aber nicht immer. Viele von den Bildern kann man upsidedown hängen. Es ist für mich nicht wichtig, dass die Bilder eine bestimmte Richtung haben. Das Zusammenspiel der Formen, Farben und der Objekte, die in den Bildern zusammenkommen ist mir wichtig. Deren Größen und Taktilitäten sind ausschlaggebend, sowie der Einfluss von Licht.

 

 

Bettina M. Busse: Du verwendest stets ein gewisses Vokabular, die Verdichtungen, die Gitter, eine gewisse Strichfolge, welche als Element gesehen werden kann. Du arbeitest aber ungern in Serien, wie kommt das? Viele deiner Arbeiten sind für dich mit Gedanken oder mit Strukturen besetzt, stimmt das?

 

Stefanie De Vos: Der Dialog oder die Balance zwischen zeichnerischen und piktoralen oder geometrischen Elementen, sowie das Thema ist bedeutend für mich. Die Beziehungen zwischen den Elementen im Sinne einer Gesamtbewegung sind ausschlaggebend und nicht die Bedeutung einzelner Teile. In jedem Projekt, jedem Bild, jedem Gespräch, jeder Erfahrung entstehen neue Elemente, die hinzugefügt werden. Sie können nur in diesem Bild vorkommen oder längere Zeit auftauchen und wiederverwendet werden. Deswegen arbeite ich ungern in Serien, weil es ein gewisses Vokabular gibt, jedoch auch einzelne Veränderungen und Spezifika in jedem Werk. Diese Sammlungen an Elementen, irgendwie auch an Erinnerungen, sind Tools mit denen ich arbeite.

 

Bettina M. Busse: Du warst an einem großen Projekt eines Landschaftsgartens beteiligt und hast dich mit dem Begriff von Landschaft auseinandergesetzt. Spielen in deiner Malerei Fragmente von Landschaften und Architektur eine Rolle? Sind solche Versatzstücke eine Art Orientierungspunkt für dich? Eine Landschaft kann eine grüne Wiese sein oder das Bild selbst kann als Landschaft gesehen werden, in der zwischen den Elementen Räume entstehen.

 

Stefanie De Vos: Der Begriff Landschaft ist ein weit gefasster Begriff, weil es sich dabei um eine konkrete Landschaft handeln kann oder um eine gedachte, mentale Landschaft. Das Landschaftsprojekt in Frankreich war nicht nur ein konkreter Garten, sondern auch eine Art begehbares Kunstwerk, wo Besucher:innen die Möglichkeit hatten den mentalen Aspekt der Landschaft selbst zusammenzusetzen und frei zu erleben. Für dieses Projekt brachte man artifizielle Materialien zusammen mit Natur, Pflanzen, die sich über den Zeitraum eines Jahres verändern und bewegen. Diese zeichnerischen, oft graphischen Pflanzenelemente wurden mit Keramikteilen, Fließen am Boden, mit größeren Holzstrukturen und mit Malerei auf Glas zusammengebracht. Die Besucher:innen bewegen sich durch den Garten während sich die Pflanzen und Bildfragmente bewegen. Dadurch entsteht eine Erfahrung, die man nicht planen und nicht einschätzen kann. Dieses Projekt entstand gemeinsam mit dem Schweizer Landschaftsarchitekten Bernhard Zingler. Vor vielen Jahren habe ich mit ihm in einem Landschaftsarchitekturbüro in Wien zusammengearbeitet. Die Arbeit mit der Malerei, dem zweidimensionalen Bild, habe ich gebraucht, um für die dreidimensionale Arbeit bereit zu sein und so kam es dann zu diesem Projekt. Unter Landschaftsarchitekt:innen ist diese Art von Projekt ein bekanntes Format. Das Projekt entstand in Chaumont-sûr-Loire, wo Gartenfestivals beliebt sind und fantastische Skulpturengärten zu finden sind.

 

Bettina M. Busse: Das klingt überaus spannend. Ich würde gerne nochmal auf den Aspekt des Lichtes in deinen Arbeiten zurückkommen. Du arbeitest auch gerne mit Glas, weil es sich dabei um ein transparentes, lichtdurchlässiges Material handelt?

 

Stefanie De Vos: Ja ich mag das Spiel mit der Reflexion und der ganzen Bandbreite an Kontrasten und unterschiedlichen Durchlässigkeiten. Die unterschiedlichen Qualitäten von Farben, wie der Kontrast zwischen Tempera und Öl bedenke ich bewusst beim Einsatz von Farben. Diese Arbeit mit dem Glas bewegt sich auf einer sensitiven Ebene. Am Anfang meines Architekturstudium wurde von einer Dozentin das Buch über Tadeo Ando ,,The Colours of Light’’ empfohlen. Darin befanden sich Fotos von seinen Projekten aus Beton. Durch das Licht bekommen die Architekturen eine besondere Lebendigkeit und lassen an jedem Tageszeitpunkt eine unterschiedliche Stimmung entstehen. Diese Erinnerung ist in meinem Gedächtnis präsent geblieben.

 

Bettina M. Busse: Wenn man deine Bilder aus einem kunsthistorischen Blickwinkel betrachtet denkt man an die Nachkriegsmoderne, an den Faschismus, an das Informelle, an Action Painting, weil eine unglaubliche körperliche Energie in deinen Arbeiten spürbar ist und vielleicht auch an die Écriture automatique. Lassen sich deine Arbeiten mit diesen Stilen in Verbindung bringen?

Persönlich denke ich, dass das nicht ganz zutreffend ist, weil deine Arbeiten doch auch sehr im zeitgenössischen verhaftet sind. Dennoch macht jeder Künstler, jede Künstlerin Rückbezüge zu Epochen oder einzelnen Persönlichkeiten, mit denen er oder sie sich intensiv beschäftigt hat.

 

Stefanie De Vos: Man nimmt viele unterschiedliche Eindrücke von Kunstwerken mit und alles was man sieht hinterlässt Spuren. Per Kirkeby und Raoul De Keyser sind Persönlichkeiten, die mich inspiriert haben. In der Ausstellung ,,die Dinge, die ich sehe‘‘ von Raoul De Keyser ging es um eine Art Alltagserfahrung. Das Zitat ,,don’t think, look‘‘ von Wittgenstein verbinde ich damit. Das Haptische und Performative bei Werken von Jackson Pollock habe ich vielleicht auch aufgenommen. Die Arbeiten von Franz Auerbach faszinieren mich immer wieder aufs Neue. Diese Bilder, die über Dekaden entstanden sind und die Zeitdimension, in die man intensiv eintaucht, finde ich spannend. Auch sein Umgang mit Material und die Verwendung von Licht, sowie diese Überlagerungen von vielen Schichten über die Zeit hinweg sind faszinierend. Zudem beeindruckte mich der frühe Film, wie unter anderem Robert Wiene. Neben seinem Film über Doktor Caligari gibt es den etwas weniger bekannten Film ,,Genuine‘‘. Der Film war zerstört und wurde zum Teil rekonstruiert. Es geht um darin um eine Figur, die in einen expressionistischen Hintergrund rein und raus geht und in die echte Welt kommt, wieder verschwindet und in dem Dekor einfriert. Das fand ich auch faszinierend, wie sich der junge Film von der Kunst inspirieren hat lassen und natürlich auch umgekehrt. In Belgien während meinem Studium hatte ich mit Stevens Jakob zu tun, welcher über diese Thematik auch viel recherchiert hat.

 

Bettina M. Busse: Nun befinden wir uns im zweiten Raum deiner Ausstellung in der sich kleinformatige Arbeiten und skulpturale Objekte befinden. Ich würde gerne auf deine Verwendung von Materialien eingehen. Kannst du etwas über deinen Umgang mit Materialien und deinem Arbeitsprozess bezüglich dieser skulpturalen Werke erzählen?

 

Stefanie De Vos: Die Objekte sind Assemblagen aus Materialien, gefundene Materialien, teilweise Collagen. Malerei und Objekte werden in diesen Werken zusammengebracht. Sie stehen im Dialog mit den Zeichnungen und großformatigen Bildern. Der Prozess ist bei diesen Objekten etwas anders, obwohl das gleiche Vokabular verwendet wird, denn es handelt sich hierbei um eine zusammenbringende Form. Die Papierarbeiten sind unter anderem eine Art Extrakt aus den großformatigen Bildern, wie kleine Notizen. Die skulpturalen Objekte sind ein Spiel aus bestehenden Einzelteilen. Zunächst entsteht eine kleine Assemblage, dann kommen weitere Teile hinzu und es wird eine größere Assemblage. Es ist eine Art endloser Prozess. Diese Objekte führen quasi ein eigenes Leben.

 

Bettina M. Busse: Arbeitest du parallel an Leinwänden oder an der Malerei und an Objekten?

Stefanie De Vos: Ja.

Bettina M. Busse: Arbeitest du auch an mehreren Bildern parallel und gleich lang, oder wie kann man sich das vorstellen?

 

Stefanie De Vos: Ja, es sind Reaktionen auf das, was bereits vorhanden ist und so entstehen neue Assemblagen innerhalb vom Bild oder im Objekt selbst. Die unterschiedlichen Zeitfaktoren und Schnelligkeiten in der Entstehung eröffnen die Möglichkeit, dass die Bilder und Objekte untereinander eine eigene Welt entstehen lassen. Ich denke immer an etwas, was John Cage über den Arbeitsprozess gesagt hat. Am Anfang sitzt er im Studio und dann sind alle da, die ganze Familie ist da, alles was man so erlebt hat befindet sich noch im Kopf. Wenn man länger arbeitet ist man irgendwann alleine mit dem Werk und im besten Fall geht man dann selber auch.